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Lerneinheit 4: Vergleich der Genome aus zwei Organismen
Transformation Die Transformation wurde 1928 von Fred Griffith entdeckt und war einer der entscheidenden Schritte auf dem Weg zu der Erkenntnis, dass DNA das genetische Material ist. Bei der Transformation nimmt eine Bakterienzelle aktiv DNA-Bruchstücke aus ihrer Umgebung auf, befördert sie durch ihre Zellhülle ins Cytoplasma und nimmt einen Teil davon in ihr eigenes Chromosom auf, sodass sich genetisch etwas verändert. |
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Transformation geschieht nicht einfach von selbst. Sie erfordert eine ganze Reihe von Proteinen (die jeweils von einem eigenen Gen codiert werden). Für die grundlegende Ebene des Zelldaseins (Wachstum und Fortpflanzung) ist sie nicht notwendig, aber sie ist eindeutig eine wünschenswerte Eigenschaft, die einer Zelle viele neue Möglichkeiten eröffnet.
Untersuchen wir nun einmal, ob die von uns untersuchten Bakterien über Gene verfügen, mit deren Hilfe sie die Transformation ausführen können, und wenn ja, wie viele Gene das sind. Dazu benutzen wir wieder unsere Tabelle zur Identifizierung von Genen. Öffnen Sie die Internettabelle zur Identifizierung der Gene von Mycoplasma genitalium. Blättern Sie bis zur Kategorie "Zellvorgänge". In dieser Rubrik finden Sie unter "Transformation" alle Gene, für die man eine Funktion bei der Transformation vorausgesagt hat. |
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Jetzt tun Sie das gleiche mit der Internettabelle zur Identifizierung der Gene von Haemophilus influenzae.
Wir könnten noch viele andere Merkmale unserer beiden Mikroorganismen vergleichen, aber schon dieser kurze Exkurs legt die Vermutung nahe, dass mehr Gene einem Organismus eine breitere Palette von Tätigkeiten und Überlebensstrategien ermöglichen.
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